île flottante aux graines de vanille
Erstellt von ursula am Sonntag 24. August 2008
Meine Tochter schwärmt nach einem Frankreichurlaub mit Freunden von einer île flottante, meine Schwester mag sie sehr, meine Schwiegertochter liebt Vanille (fast!) über alles – heute werden alle irgendwann mal hier aufkreuzen – was liegt näher daran als das mal auszuprobieren.
Meine heute 97-jährige Tante hat diesen Nachtisch in meiner Kindheit des öfteren an Weihnachten zubereitet und dies zum Weihnachtsessen beigesteuert. Wir nannten das Schnee-Eier -aber der Begriff “île flottante” ist ja viel treffender!
Ich bin hier zwei Rezepten gefolgt:zuerst habe ich die Schnee-Eier aus “Desserts faciles par les plus grands patissiers” zubereitet und dann die Vanillesauce aus Lenôtre – Das große Buch der Patisserie.
Die Schnee-Eier werden bei Lenôtre gespritzt, hier mit dem Eiskugelbereiter in das noch nicht kochende Wasser gleiten lassen. Gespritzt sehen sie meiner Meinung nach schöner aus, das zweite Mal werde ich also die andere Variante ausprobieren.
Für mein Gefühl ist das Verhältnis Schneeeier/Vanillesauce ungleich, die Schneeeier reichen locker für 10-12 Personen, die Sauce aber nur für 8!
Verglichen mit einer Vanillesauce aus dem Päckchen, das ich mit einer echten Vanilleschote und etwas Rahm aufgewertet habe, und das wir heute mittag gegessen haben (zu viel Schnee-Eier!) ist die echte Vanillesauce, die es am Abend gibt, wenn alle da sind, um Welten besser und lohnt den Aufwand.

Sonntag 24. August 2008 um 19:45
Das Dessert war einfach göttlich. Ich kenne die île von meiner französischen Kollegin, die die Eisweißkugeln immer in der siedenden Milch pochierte, aber in Wasser ist das ja viel einfacher, dann brennt die Milch wenigstens nicht an. Das Rezept werde ich am nächsten Wochenende ausprobieren. Vielen Dank!!!!!!!!!!
Sonntag 24. August 2008 um 20:16
Gestern habe ich in meinem neuen Buch ” Verrückt nach Karamell” von Trish Deseine auch das Rezept gelesen und konnte mir, da ohne Bild, nichts darunter vorstellen. Vielen Dank also für die Bilder. Das Ganze hört sich lecker an. In meinem Buch werden die Schneebälle für 10 Sekunden in der Mikrowelle gegart.
Sonntag 24. August 2008 um 23:29
Entschuldige, aber viel interessanter als das Rezept ist die Familiengeschichte – der Vater 93, die Tante 97 – ich glaube, ich esse ab sofort zu Weihnachten auch immer Schnee-Eier.
Montag 25. August 2008 um 7:07
ein Dessert, das man hier leider kaum noch sieht. Früher Bestandteil jedes ordentlich bestückten chariots de dessert.