Sellerieknolle, gefüllt mit Kartoffel_Gröstl

Knollensellerie

Der Gärtnerblog hat im Januar zum Kochevent Knollensellerie eingeladen und da ich zu denen gehöre, die Sellerie mögen, musste auch etwas zubereitet werden.
Gerne esse ich eine Sellerie-Apfelschaumsuppe mit Shrimps oder einen Waldorfsalat. Auch ein Sellerie-Kartoffel-Gratin finde ich lecker um nur einige Zubereitungen zu nennen.
Während ich noch auf der Suche nach einem geeigneten Rezept bin, wird Herr K. in der Zeitschrift „essen und trinken“ 2/09 fündig. Ja, gefuellte Sellerieknolle mit Kartoffel-Gröstl machen mich an – das Rezept steht unter der Kategorie einfach und vegetarisch – was will man mehr!
Schnell noch auf den Markt um die Sellerieknolle zu kaufen, Brunnenkresse gibt es zu dieser Jahreszeit dort nicht – da wird „Frau“ sich was einfallen lassen müssen und dann kann es losgehen.
Nach der halben Mise en place der Zutaten kommt die Knolle schnell in den Ofen, denn dort braucht sie 70 Minuten, danach kann weiter gerichtet werden.
An Zubereitungszeit waren 1:30 Stunden angegeben – hier wurde die Zeit etwas überschritten, obwohl nur die Hälfte hergestellt wurde (Fotos brauchen halt auch ihre Zeit!!)
Aber der Geschmack entschädigte für die viele Arbeit! Selten habe ich einen so intensiv nach Sellerie schmeckenden, aromatischen Sellerie gegessen. Das Garen der Knolle im Ofen, in der eigenen Hülle ist schon genial! Die Äpfel waren die perfekte Ergänzung und auch mein Dip hat sehr gut dazu geschmeckt.
Rundum ein Gericht, das würdig ist am Blog-Event „Sellerieknolle“ teilzunehmen. Danke Barbara für die Ausrichtung!

Zutaten
2 Sellerieknollen (je 800 g) ((ich: 2 je 500g)
7 EL Rapsoel
250 Gramm festkochende Kartoffeln
Salz
1/2 TL Kuemmelsaat
100 Gramm Schalotten
1 kleine rote Pfefferschote
4 Stiele Thymian
2 saeuerliche Apfel
2 – 3 EL Zitronensaft
1 Bund Brunnenkresse (100 g) (ich: Basilikumpesto)
250 Gramm Schmand (ich: 100g Creme fraiche )
Pfeffer
Sellerieknollen sorgfaeltig waschen. Am Blattansatz und im Wurzelbereich jeweils eine flache Scheibe abschneiden, sodass die Knollen stehen. Knollen waagrecht halbieren. Die grossen Schnittflaechen mit 2 EL Rapsoel bepinseln und auf ein mit Backpapierbelegtes Blech setzen. Im vorgeheizten BAckofen auf der 2. Schiene von unten mit Ober- und Unterhitze 70 Minuten backen. 2. Inzwischen Pellkartoffeln mit Kuemmelsaat im Wasser gar kochen. Abgiessen, gut abdaempfen undabkuehlen lassen. Pellen und in 1/2 cm breite Scheiben schneiden. 3. Schalotten in 1/2 cm breite Spalten schneiden. Pfefferschote halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Thymianblaetter von den Stielen zupfen und grob hacken.Aepfel vierteln, entkernen und in 2-3 mm duenne Spalten schneiden. Sofort mit Zitronensaft betraeufeln. 4. Fuer den Brunnenkressedip die Blaetter der Brunnenkresse von den Stielen schneiden, waschen, trocknen und zusammen mit dem Schmand in ein hohes Gefaess geben und mit dem Puerierstab sehr fein puerieren Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in eine Schale fuellen und kalt stellen. (Mangels Brunnenkresse habe ich selbstgemachtes Basilikumpesto mit Creme fraiche verruehrt, das ging ganz schnell und schmeckte sehr gut!). 5. Die gegarten Selleriehaelften mit einem EL bis auf einen ca 1 cm dicken Rand aushoehlen. Die ausgelsesten Selleriestuecke in 2 cm grosse Stuecke schneiden. Die ausgehoehlten Knollen bei 120 Grad im Ofen warm halten. 6. Das restliche Rapsoel in einer grossen, beschichteten Pfanne erhitzen und die Selleriestuecke darin bei starker Hitze 2-3 Minuten braten. Dann die Kartoffeln, Zwiebeln und Pfefferschote zugeben und weitere 3-5 Minuten goldbraun braten (Ich habe mit der Schalotte begonnen, da ich eventuelle bissfeste Schalotten nicht ausstehen kann). Thymian zugeben und mit Salz und Pfeffer wuerzen. Die Sellerieknollen damit fuellen. Mit den Apfelscheiben dachziegelartig abdecken. Unter dem vorgeheizten Backofengrill auf der 2. Schiene von oben 4-6 Minuten ueberbacken, bis die Apfelspalten weich und leicht braun sind. Mit dem Dip servieren.
Quelle: essen und trinken 2/09
Datum: 17.01.2009
Erfasser: Ursula Hollaender


Die (zu) kleine Knolle und die festkochenden Kartoffeln

Die gebackene Knolle

Gröstl

Gröstl wird eingefüllt

Vorschläge zur Vereinfachung von Herrn K. : Sellerie schälen und Stücke im Backofen garen. (Keine Hülle). Gröstel wie gehabt herstellen. In einer Auflaufform mit Apfelscheiben abdecken und übergrillen bis die Äpfel gebräunt sind.

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11 Gedanken zu „Sellerieknolle, gefüllt mit Kartoffel_Gröstl

  1. Die gefüllte Knolle finde ich super, echt mal was anderes.
    Danke für Deine Teilnahme am Garten-Koch-Event Knollensellerie!

    Die Zusammenfassung ist online, die Abstimmung geht bis 3. Februar 23:59 Uhr.

  2. Das hört sich sehr lecker an. Ich werden dem Vorschlag von H.Kochfun folgen und dieses Rezept in der Zeitspar-Version bestimmt nachkochen.

  3. @ Jutta: schon gut, wenn man mehrere Fach-Zeitschriften regelmäßig liest…doch wir von der arbeitenden Bevölkerung haben ja nicht soviel Zeit….
    Den Sellerie habe ich nur teilweise mit der Hülle gegessen, viele Stücke waren ledrig. Herr kochfun hat die Hülle komplett liegen gelassen – in der Küche aber anschließend noch gekratzt! Ich habe versucht, die essbaren Teile bei Tisch noch von der Hülle zu schaben, da ich mir dachte, dass es zu viel Abfall gibt und es ist zu schade zum Wegwerfen ist.
    @ Eva: Nachkochen ist auch gut, bei mir liegen noch die Rote Bete im Kühlschrank um dein Rote Bete Rezept mit Ricotta nachzukochen!
    @Lamiacucina: Kartoffel und Sellerie gemeinsam sind einfach umwerfend, warum wußte ich das nicht eher?

  4. eine hübsches Gefäss. Gut hab ich die Zeitschrift nicht abonniert 🙂 bei mir wirds aber auch was mit Kartoffel und Sellerie. So einfach das tönt, so wohlschmeckend ist die Kombination.

  5. @Ursula: da gibt’s nichts zum leid tun, wer zuerst kommt….:-) – Ja, da ich ja alles im Haus habe, wird es mit Sicherheit gekocht und läuft dann evtl. unter ‚Nachkochen‘!

  6. Ich schließe mich Eva an – das wollte ich auch machen, mein Sellerie liegt auch schon im Kühlschrank. Ich glaube, wir Mädels lesen die gleichen Zeitschriften, hihihi. Tja… ich gebe nicht auf ;-)). By the way, sieht toll aus, Dein Sellerie und Eva und ich können ja immer noch am „Nachkochevent“ teilnehmen, gell? Ich starte dann mal die Serie „Kein Beitrag zum Sellerieevent“ – zwei Beiträge habe ich ja schon :-))
    Hast Du den Sellerie gegessen, also die Hülle? Ich habe mich auch gefragt, ob man ihn nicht lieber soll.

  7. Sieht wirklich lecker aus und kann ich mir richtig gut vorstellen! Obwohl ich wohl die vereinfachte Variante nachkochen würde…

  8. Da hab‘ ich jetzt wohl Pech – genau für dieses Rezept habe ich heute eingekauft! 🙂 Sieht aber gut aus bei euch!!

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